Stipendiatin 2026 „Muster und Mimesis“ Malerei
In ihren Arbeiten zitiert Agnes Lörincz häufig Elemente aus Mode, Werbung und Nachrichten, die sie mit dekorativen Stoffen kombiniert und in neue Kontexte überführt. Obwohl ihre Bilder auf den ersten Blick gegenständlich und leicht zugänglich wirken, gehen sie weit über das Sichtbare hinaus. Lörincz thematisiert gesellschaftliche Verhaltensmuster, die einem Dresscode folgen – einem visuellen Regelwerk, das beeinflusst, lenkt und manipuliert.
Das Prinzip der Täuschung durchzieht ihr Werk auf mehreren Ebenen: Erst bei näherem Hinsehen entpuppen sich ihre Bilder als Collagen. Auch in ihren abstrakteren Arbeiten integriert Lörincz Stoffe so geschickt, dass die Grenzen zwischen gemalter und geklebter Oberfläche nahezu verschwimmen. Dieses Spiel mit Oberfläche und Oberflächlichkeit, mit Schein und Sein, ist ein zentrales Element ihrer künstlerischen Praxis.
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Veranstaltungsort: Künstlerhaus Hooksiel, Lange Straße 16, 26434 Wangerland